{"id":16936,"date":"2025-11-18T11:50:49","date_gmt":"2025-11-18T10:50:49","guid":{"rendered":"https:\/\/cms-stage.zdv.uni-mainz.de\/sandkasten\/?page_id=16936"},"modified":"2026-05-29T11:12:11","modified_gmt":"2026-05-29T09:12:11","slug":"viviane-grant","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/cms-test.zdv.uni-mainz.de\/sandkasten\/personen-2\/viviane-grant\/","title":{"rendered":"Viviane Grant"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>\u00a0<\/strong><br>6. November 2025<\/p>\n\n\n\n<p>Langlebige Kondensstreifen bilden sich meist in nat\u00fcrlichen Eiswolken<\/p>\n\n\n\n<p>Forschungsteam identifiziert h\u00e4ufige Umgebungsbedingungen bei der Entstehung von Kondensstreifen und liefert erste Anhaltspunkte f\u00fcr deren Einfluss auf das Klima<\/p>\n\n\n\n<p>Langlebige Kondensstreifen entstehen \u00fcberwiegend nicht im wolkenfreien Himmel, sondern innerhalb bereits bestehender Eiswolken. Zu diesem Ergebnis kommt ein Wissenschaftlerteam des Forschungszentrums J\u00fclich, der Universit\u00e4t zu K\u00f6ln, der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal und der Johannes Gutenberg-Universit\u00e4t Mainz. Anhand von umfangreichen Beobachtungsdaten konnten die Forschenden erstmals systematisch ermitteln, unter welchen atmosph\u00e4rischen Bedingungen sich langlebige Kondensstreifen bilden \u2013 ob im wolkenfreien Himmel, in sehr d\u00fcnnen und kaum sichtbaren oder aber in deutlicher sichtbaren Eiswolken, so genannten Zirren. Das Ergebnis: Mehr als 80 Prozent aller langlebigen Kondensstreifen bilden sich innerhalb bereits bestehender Wolken, mehrheitlich in nat\u00fcrlichen Zirren. Noch sind die Auswirkungen dessen auf das Klima nicht eindeutig gekl\u00e4rt. Die jetzt im Fachjournal&nbsp;<em>Nature Communications<\/em>&nbsp;ver\u00f6ffentlichte Studie liefert wichtige Anhaltspunkte f\u00fcr weitere Forschung dazu \u2013 und dar\u00fcber hinaus deutliche Argumente, f\u00fcr eine klimaangepasste Planung von Flugrouten die Bew\u00f6lkung zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Effekt nat\u00fcrlicher und menschengemachter Eiswolken auf das Klima<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kondensstreifen sind ein sichtbares Zeichen f\u00fcr den t\u00e4glich stattfindenden Luftverkehr am Himmel. Sie entstehen, wenn sich das hei\u00dfe Abgas der Flugzeugtriebwerke mit der kalten Luft in etwa 10 Kilometer H\u00f6he vermischt. In trockener Luft l\u00f6sen sich die meisten Kondensstreifen schnell wieder auf. In kalter, feuchter Luft k\u00f6nnen sie jedoch mehrere Stunden existieren und sich zu ausgedehnten Eiswolken oder Zirren entwickeln. Zirren sind d\u00fcnne Eiswolken in etwa acht bis zw\u00f6lf Kilometern H\u00f6he, die oft als zarte, faserige Schleier am Himmel erscheinen. Die Klimawirkung dieser aus Kondensstreifen entstandenen Zirren ist in der Summe gr\u00f6\u00dfer als die der direkten CO<sub>2<\/sub>-Emission des Luftverkehrs.<\/p>\n\n\n\n<p>Entscheidend f\u00fcr die Auswirkung auf das Klima ist, ob sich die menschengemachten Wolken in blauem, also wolkenfreien Himmel oder innerhalb bereits existierender nat\u00fcrlicher Zirren bilden. Hohe Eiswolken, ob nat\u00fcrlich oder menschengemacht, existieren bei kalten Temperaturen unterhalb von -40\u00b0C. Obwohl sie h\u00e4ufig optisch sehr d\u00fcnn erscheinen, k\u00f6nnen sie wie ein Mantel wirken, der verhindert, dass W\u00e4rme aus der Atmosph\u00e4re ins Weltall entweicht. So tragen sie zum Treibhauseffekt bei. Nur wenn die Wolken sehr dicht sind und die Sonne kaum noch zu sehen ist, ist die ins Weltall zur\u00fcck gestreute Sonnenstrahlung so hoch, dass eine k\u00fchlende Wirkung auf das Klima entstehen kann.<\/p>\n    <div style=\"display: none\">\n        \n    <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a06. November 2025 Langlebige Kondensstreifen bilden sich meist in nat\u00fcrlichen Eiswolken Forschungsteam identifiziert h\u00e4ufige Umgebungsbedingungen bei der Entstehung von Kondensstreifen und liefert erste Anhaltspunkte f\u00fcr deren Einfluss auf das Klima Langlebige Kondensstreifen entstehen \u00fcberwiegend nicht im wolkenfreien Himmel, sondern innerhalb bereits bestehender Eiswolken. 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Die jetzt im Fachjournal&nbsp;<em>Nature Communications<\/em>&nbsp;ver\u00f6ffentlichte Studie liefert wichtige Anhaltspunkte f\u00fcr weitere Forschung dazu \u2013 und dar\u00fcber hinaus deutliche Argumente, f\u00fcr eine klimaangepasste Planung von Flugrouten die Bew\u00f6lkung zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>Effekt nat\u00fcrlicher und menschengemachter Eiswolken auf das Klima<\/strong><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Kondensstreifen sind ein sichtbares Zeichen f\u00fcr den t\u00e4glich stattfindenden Luftverkehr am Himmel. Sie entstehen, wenn sich das hei\u00dfe Abgas der Flugzeugtriebwerke mit der kalten Luft in etwa 10 Kilometer H\u00f6he vermischt. In trockener Luft l\u00f6sen sich die meisten Kondensstreifen schnell wieder auf. In kalter, feuchter Luft k\u00f6nnen sie jedoch mehrere Stunden existieren und sich zu ausgedehnten Eiswolken oder Zirren entwickeln. Zirren sind d\u00fcnne Eiswolken in etwa acht bis zw\u00f6lf Kilometern H\u00f6he, die oft als zarte, faserige Schleier am Himmel erscheinen. Die Klimawirkung dieser aus Kondensstreifen entstandenen Zirren ist in der Summe gr\u00f6\u00dfer als die der direkten CO<sub>2<\/sub>-Emission des Luftverkehrs.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Entscheidend f\u00fcr die Auswirkung auf das Klima ist, ob sich die menschengemachten Wolken in blauem, also wolkenfreien Himmel oder innerhalb bereits existierender nat\u00fcrlicher Zirren bilden. Hohe Eiswolken, ob nat\u00fcrlich oder menschengemacht, existieren bei kalten Temperaturen unterhalb von -40\u00b0C. Obwohl sie h\u00e4ufig optisch sehr d\u00fcnn erscheinen, k\u00f6nnen sie wie ein Mantel wirken, der verhindert, dass W\u00e4rme aus der Atmosph\u00e4re ins Weltall entweicht. So tragen sie zum Treibhauseffekt bei. 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